05.11.2017

Schweizermeisterschaft 2017

Am Sonntag, 5. November 2017 war es endlich soweit. Die 3. SKC-Schweizermeisterschaften fand in der Sporthalle Seefeld in Spreitenbach (AG) mit an die 200 Athlet/innen von acht Mitgliedsverbänden und sechs verschiedenen Karate-Stilen in 38 verschiedenen Kategorien statt. Unter den erwartungsvollen Augen der Shihans Pavao Piacun, Steve Lunt, Peter von Rotz und Herbert Forster zeigten alle Teilnehmenden hochklassiges Karate und lieferten sich spannende Kämpfe in Kata und Kumite, sei dies im traditionellen Ippon-Shobu (Ein-Punkte-Kampf), im moderneren Nihon- und Sanbon-Shobu (Zwei- und Drei-Punkte-Kampf) oder Kontakt-Karate Kyokushinkai, das aber nur mit Volljährigen und ohne Niederschlag durchgeführt wurde.

Der Präsident der SKC, Maurizio Gerussi, stellte in seinem Vorwort die SKC vor, die im Dezember 2009 gegründet wurde und einer von zwei nationalen, vom BASPO anerkannten Dachverbänden des Karate in der Schweiz ist und zum Ziel hat sich durch intensive Förderung, Pflege und Verbreitung der Kampfkunst Karate-Do abzuheben, wobei dem „Do“– dem Weg – besondere Beachtung geschenkt werden solle. So strebe die SKC keine Vereinheitlichung, sondern die Pflege und Förderung der traditionellen Vielfalt verschiedener Stile, Ansichten und Philosophien der Kampkunst Karate-Do an. Im Weiteren wolle die SKC die ganzheitliche und Gesundheit erhaltende fernöstliche Kampfkunst Karate-Do als Breitensport bei Bevölkerungsschichten aller Altersklassen, von Kindern im Schulalter, bis hin zu älteren Menschen im Pensioniertenalter und insbesondere auch bei Menschen mit einer Behinderung, fördern. Daneben solle Karate-Do auch als Wettkampf- und Spitzensport gepflegt und gefördert werden. Zudem wolle die SKC aufzeigen, dass Karateka aus verschiedenen Stilrichtungen, mit anderen Denkmustern und Philosophien, zusammenarbeiten und am gleichen Strick in die gleiche Richtung ziehen können. Schliesslich erwähnte Maurizio Gerussi die vom 29.11. bis 03.12.2017 in Montecatini (Toskana, Italien) stattfindende Weltmeisterschaft der UWK (United World Karate). Das Einzigartige an diese WM ist, dass alle Karatestile, traditionelle, moderne und Vollkontakt-Karate teilnehmen und eine Einheit bilden. Es werde auch eine Delegation der SKC an dieser WM teilnehmen.

Nach dem Vorwort des Präsidenten begannen die hochklassigen Wettkämpfe und man verspürte eine tolle Atmosphäre sogar auf den Zuschauerrängen. Die Mischung aus traditionellem und modernem Karate zelebrierte die Werte der SKC und die Diversität des Karate. Die Qualität des dargebotenen Karate zeigt sich auch darin, dass keine nennenswerten Zwischenfälle, Unfälle, Verletzungen zu verzeichnen waren.

Diese Schweizermeisterschaften waren ein voller Erfolg und zeigen deutlich auf, dass sich die SKC auf dem richtigen Weg befindet.

Für die erfolgreiche Ausrichtung dieser Schweizermeisterschaften war das Team des Dojo Limmattal in Spreitenbach der Kimura Shukokai International Switzerland KSIS unter der Leitung von Danjel und Nina Karakoc verantwortlich.

Ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren und alle Helfer/innen sowie die  Schiedsrichter/innen.

Ein Nachwort von der Vizepräsidentin der SKC

Mit grossem Vergnügen und nach reifer Überlegungszeit möchte ich mich bei allen für diese Schweizermeisterschaften bedanken. Die Stimmung in der Halle war fantastisch und unsere Werte wurden alle respektiert und umgesetzt. Die Budo-Philosophie und der Karate-Do haben wir gemeinsam vollumfänglich „gelebt“ und ich bin unglaublich stolz darauf.

An der SM durften wir ausdrucksstarke Katas sowie mitreissende Kämpfe sehen, im Zentrum stand stets die Freundschaft – ich glaube, wir haben an dieser SM neue Massstäbe gesetzt, wir alle, gemeinsam.

14.11.2017 Antonella Bergamin